Zum Ergebnis der Bundestagswahl oder vom Kleinklima und grünen Möglichkeiten

Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden und wir Grüne haben verloren, im Vergleich zur letzten Bundestagswahl und noch viel mehr im Vergleich zu den lange Zeit stabilen Umfrageergebnissen rund um 13-14%.

Das ist bitter, war aber in den letzten Wochen absehbar. Daher auch keine Überraschung, dass mein Listenplatz 20 bei den Grünen NRW nicht gereicht hat. Aus NRW sind 13 Abgeordnete gewählt worden und mit Ulle Schauws, Krefeld, schafft es erstmals eine Grüne vom Niederrhein in den Bundestag.

Auch im Kreis Kleve konnten wir der düsteren Großwetterlage kein sonniges grünes Kleinklima entgegensetzen. Erststimmen minus 0,7% auf 5,8%, Zweitstimmen minus 1,8% auf 6,1%. Wir sind jetzt zwar drittstärkste Kraft und haben weniger verloren, als die Grünen im Bundesschnitt, das reicht uns aber nicht.

Waren jetzt alle Bemühungen, für unsere Positionen zu werben falsch? Ich meine nein. In vielen Ortsverbänden ist mit viel Engagement gearbeitet worden. Wir haben z.B. beim Diskussionsabend zu Windenergie in Bürgerhand mit Reiner Priggen gesehen, dass Grüne vor Ort gesellschaftliche Meinungsbildung moderieren können. Wenn wir die in Kranenburg mitdiskutierenden Parteien (Bürgermeister, Fraktionsmitglieder und Energiegenossenschaft) und Bürger beidseits der Grenzen bei der Festlegung der neuen Windkraftanlagen und deren Betreibermodell unterstützt haben, so war dieser Abend einer von vielen sehr positiven Momenten des Wahlkampfes. Und es gab noch so viele andere tolle Aktionen und Diskussionsabende, mit Ralf Fücks, Britta Hasselmann, Volker Beck, Katja Dörner, Bärbel Höhn, Daniela Schneckenburger, Barbara Steffens und zum Abschluss mit Silvia Löhrmann.

Ich selbst habe während der langen Zeit der Vorbereitung, von der Listenplatzkandidatur Ende letzten Jahres angefangen, sehr viel Unterstützung erfahren, von Mitgliedern der Partei und von außerhalb. Ohne diese Unterstützung insbesondere von Birgitt Höhn, Hermann Brendieck und meiner Familie, die ich aus der Zahl der Vielen herausheben möchte, wäre vieles nicht möglich gewesen. Dafür herzlichen Dank.

Den Wettstreit bei den Podiumsdiskussionen zwischen den Direktkandidaten und der Direktkandidatin habe ich als ausgesprochen fair empfunden. Glückwunsch an Ronald Pofalla und noch viel mehr, Dank an alle Wählerinnen und Wähler, die uns ihre Stimme gegeben haben für grüne Politik in Berlin für den Kreis Kleve.

Ja, und jetzt heißt es weiterarbeiten. Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür. Die Umsetzung der Energiewende, der ökologisch-innovativen Wirtschaftpolitik und der solidarischen Sozialpolitk vor Ort braucht eine starke grüne Stimme.

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